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Besuchsdienst mit Hunden
>>> keine andere Form von Hundesport
Erfahrungen aus der Gruppe Hügelsheim in der LG Baden
 

Teil 3:

Seit August befinden sich die Hundeteams in der Ausbildung, die voraussichtlich 3 Monate dauern wird. Alle 14 Tage finden Trainingsstunden statt, wo theoretische Themen behandelt werden, aber auch Standardsituationen durchgespielt und trainiert werden. Seit Anfang September bringen wir den Hunden Tricks bei, die während des Besuchsdienstes zur allgemeinen Aufheiterung beitragen sollen. Jeder Besuchshund sollte am Ende der Ausbildung folgende Tricks beherrschen:

- Pfötchen geben
- winken
- apportieren
- bellen auf Kommando
- Socken ausziehen und
- Körbchen tragen

Zusätzlich zu den Trainingsstunden führen einige Teams bereits Besuchsdienste durch. Während der Besuchsdienste werden die Teams von mir begleitet, beobachtet, es werden Ratschläge gegeben und ggf. Korrekturen veranlasst. Vor Beginn eines jeden Besuchsdienstes, der alle 14 Tage immer in der gleichen Einrichtung stattfindet, bekommt jeder Hundeführer eine Aufgabe, die er zusammen mit seinem Hund während des Besuchsdienstes lösen sollte.
Mit dieser Vorgehensweise kann sich jedes Team im vorgegebenem Rahmen entwickeln und eigene Erfahrungen sammeln. Wichtig ist, das jedes Team seine individuelle Art, den Besuch zu gestalten, entwickelt. Dies ist abhängig von der Fähigkeiten des Hundes, den Neigungen des Hundeführer und der Zusammensetzung und Anforderung der besuchten Bewohner. Dabei hat jedes Team immer die Sicherheit, im Notfall mit Unterstützung rechnen zu können. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem die Teams alleine den Besuchsdienst durchführen werden. Die Entscheidung, wann dies sein wird, fällen der wir gemeinsam. Grundsätzlich werden die Besuchsdienste immer von 2 Mensch Hund Teams durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, dass immer ein großer und ein kleiner Hund im Einsatz ist. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass in verschiedenen Situationen besser ma mal der große und mal der kleine Hund besser eingesetzt werden kann. So sind kleine Hunde aufgrund der Größe besser geeignet, Personen im Bett liegend zu besuchen. Großer Hunde haben bei der Betreuung von Menschen im Rollstuhl eindeutig Vorteile.
Ziel ist es, bis Ende 2008 10 ausgebildete Mensch- Hund Teams, also 5 Besuchsteams regelmäßig im Einsatz zu haben.

Ich würde mich freuen, wenn mein Bericht Sie dazu anregen würde, auch einmal über das Thema Besuchsdienst nachzudenken. Seien Sie sich allerdings bewusst, dass die Durchführung eines Besuchsdienstes viel Zeit und auch Geld kosten wird. Dies werden Ihnen aber viele Menschen, die sie durch Ihren Besuch ein wenig glücklicher gemacht haben, danken.

Geschrieben von Helmut Peters, Gruppe Hügelsheim
 

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Website aktualisiert:
10. Januar 2012